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Klimakommune Hungen

Klimawandel - eine kommunale Herausforderung

Klimaschutzkonzepte

Klimaschutzkonzepte

Generell dienen Klimaschutzkonzepte als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen. Es verdeutlicht kommunalen und auch anderen Entscheidungsträgern, welche technischen und wirtschaftlichen CO₂-Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO₂-Emissionen einzusparen und den Energieverbrauch zu senken.

Für die Stadt Hungen wurde bereits 2012 ein interkommunales Klimaschutzkonzept mit den Kommunen Wölfersheim und Schotten erstellt. Darauf aufbauend wurden die zwei Klimaschutzteilkonzepte „energieeffiziente Trinkwasserversorgung“ und „kommunale Liegenschaften“ erstellt.

Interkommunales Klimaschutzkonzept

Im Jahr 2012 wurde interkommunal für die Kommunen Hungen, Schotten und Wölfersheim ein integriertes Klimaschutzkonzept aufgestellt.

Generell dienen Klimaschutzkonzepte als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen. Es verdeutlicht kommunalen und auch anderen Entscheidungsträgern, welche technischen und wirtschaftlichen CO₂-Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO₂-Emissionen einzusparen und den Energieverbrauch zu senken.

Die Erstellung des Konzeptes wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative mit 65% gefördert. Während des Erstellungsprozesses wurden verschiedene öffentliche Veranstaltungen für und mit den Hungener Bürgern durchgeführt. Das fertige Klimaschutzkonzept selbst sowie die Resultate aus den Klimaschutzkonferenzen und den -werkstätten wurde bei der Sondersitzung am 11. Juni 2012 in der Mehrzweckhalle Inheiden durch das mit dem Konzept beauftragte Büro vorgestellt.

Am 30. August 2012 hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung beschlossen, die Ergebnisse des Interkommunalen Klimaschutzkonzeptes "Hungen-Schotten-Wölfersheim" anzunehmen und sich dazu entschlossen als Klimaschutzziel den Maßnahmenpfad 1 festzulegen, welcher zwar aus ambitionierten- aber dennoch realistisch durchführbaren Maßnahmen besteht.

Klimaschutzteilkonzept Liegenschaften

Ein Bestandteil des Maßnahmenpfades 1 des integrierten Klimaschutzkonzeptes ist es, die städtischen Liegenschaften genauer in Hinblick auf ihre energetischen Eigenschaften zu überprüfen.

Denn bei rund 100 städtischen Liegenschaften ist die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen ein zentrales Element, nicht zuletzt im Hinblick auf die schlechte Haushaltslage. Im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes „Liegenschaften“ wurden diese Gebäude zunächst energetisch analysiert und der IST-Zustand dokumentiert. Auf Grundlage des IST-Zustandes wurden dann Maßnahmen entwickelt um zum einen die Energiekosten und zum anderen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Anhand einer Prioritätenliste kann abgeleitet werden, welche Klimaschutzmaßnahmen technisch und wirtschaftlich am effektivsten umzusetzen sind und an welcher Stelle dringender Handlungsbedarf besteht.

Auf Grundlage des 2015 fertiggestellten Teilkonzeptes soll nun ein Gebäudemanagement aufgebaut werden, welches als Steuerungsinstrument zur Ausnutzung der Einsparpotenziale in den Liegenschaften eingeführt werden soll. Folglich geht es um die konkrete Planung der Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen.

Klimaschutzteilkonzept Trinkwasser

Wegen steigernder Energiepreise gewinnt auch die energetische Optimierung von Trinkwasserversorgungsanlagen an Bedeutung. Denn neben der Abwasserreinigung ist die Trinkwasserversorgung einer der Hauptenergieverbraucher kommunaler Einrichtungen. Zahlreiche Wasserwerke im ländlichen Raum sind mittelfristig sanierungsbedürftig. Aufgrund der Komplexität sollen Überlegungen zu anstehenden Sanierungsmaßnahmen und Überlegungen zur Energieoptimierung miteinander verknüpft werden. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2015 eine energetische Analyse der Trinkwasserversorgungsanlagen der Stadt Hungen in Auftrag gegeben. Die Erstellung des Konzeptes wurde zu 70% vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Der Untersuchungsumfang umfasste die Aufnahme des Ist-Zustands, Überprüfung der Energie und CO₂-Bilanz, eine Potentialanalyse sowie die Aufstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Effizienzsteigerung. Die Untersuchung des Einsatzes von Photovoltaik zur Eigenstromversorgung wurde im Rahmen der Studie ebenfalls durchgeführt. Das Ziel ist, eine hohe Eigennutzung des Stroms zu generieren, um dadurch die Strombezugskosten zu reduzieren.

Die Studie hat gezeigt, dass im Bereich der Trinkwasserversorgung das Potential besteht 36.359 kg CO₂ und 20.006 Euro im Jahr einzusparen. Dafür müssten rund 140.000 Euro in die Anlagen investiert werden. Die Amortisationszeit würde demnach etwa 7 Jahren betragen.


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