Solarpark Trais-Horloff aus der Luft

Klimakommune Hungen

Klimawandel - eine kommunale Herausforderung

Energiesparen & Energieeffizienz

Energiesparen & Energieeffizienz

energetisch sanierter Kindergarten

Neben der Nutzung erneuerbarer Energien strebt die Stadt Hungen eine kontinuierliche  Reduzierung des Energieverbrauchs durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen über verändertes Nutzerverhalten an.

Dadurch leistet die Stadt nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz sondern entlastet langfristig auch den städtischen Haushalt. Effizienzsteigerungen konnten in der Vergangenheit beispielsweise durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Modernisierung der Gebäudeausstattung  und die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung erreicht werden.

Energetische Gebäudesanierung

 Auch im Bereich der energetischen Gebäudesanierung hat die Stadt Hungen bereits beträchtliches geleistet. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Heizungsanlagen ausgetauscht, Regelungs- und Steuerungsanlagen optimiert und bauliche Maßnahmen wie Dämmmaßnahmen umgesetzt. Durch umfangreiche Maßnahmen im Jahr 2006 konnte beispielsweise in der Hungener Stadthalle ca. 28% des Energieverbrauches eingespart werden.

Gemäß dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 9. Juli 2009 wurden im Rahmen des Investitionspaktes insgesamt über 1,7 Mio. € in die Friedhofkapelle Inheiden, die Mehrzweckhalle Inheiden, die Mehrzweckhalle Trais-Horloff und das Bürgerhaus Villingen investiert. Diese Investitionen haben nicht nur einen reduzierten Energieverbrauch zur Folge sondern brachten darüber hinaus auch dem örtlichen Mittelstand von Handwerk und Baubetrieben Beschäftigung und Wachstum.

Energieeffiziente Beleuchtung in den Kindergärten Obbornhofen und Trais-Horloff

In den Kindergärten Obbornhofen und Trais-Horloff ist eine energieeffiziente LED-Beleuchtung installiert worden. Im Gegensatz zur alten Beleuchtung wird damit eine Energieeinsparung von bis zu 83 Prozent oder 5.365 Kilowattstunden pro Jahr erzielt. Zusätzlich zur LED-Beleuchtung wurde eine Kombination von Präsenzmeldern und Tageslichtsteuerung eingebaut. Das Licht in nicht genutzten Räumen wird damit automatisch ausgeschaltet und die Kunstlichtmenge an das vorhandenen Tageslicht angepasst. Insgesamt wurden 39 Lichtpunkte ausgewechselt. Die Leuchten haben durchschnittlich einen 30 Watt Unterschied im Vergleich z.B. zu einer herkömmlichen 60 Watt Glühbirne und verbessern die Lichtverhältnisse mit einem angenehmen Licht. „Wir steigern die Energieeffizienz unserer städtischen Gebäude weiter, entlasten damit den Haushalt und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch.  

Die Kosten für die Umrüstung belaufen sich auf 14.500 €, davon werden 52 Prozent über die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

LED-Straßenbeleuchtung

Seit 2014 nimmt die Stadt Hungen an der LED-Initiative der OVAG teil. Im Rahmen dieser Initiative erfolgt die sukzessive Umrüstung der konventionellen Straßenbeleuchtung auf hocheffiziente LED-Technologie.  Durch die Nutzung von hocheffizienter LED-Technologie wird eine signifikante Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Stromnutzung gegenüber der bestehenden Technologie erreicht.

In Hungen bedeutet das konkret, dass 261 Tonnen  CO₂ reduziert werden, was einem Prozentsatz von 69 im Jahr entspricht. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit das OVAG-Projekt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Neben einem positiven Beitrag zum Klimaschutz reduziert sich auch das Lichtliefergeld, so dass sich die Umsetzung als wirtschaftlich darstellt. 

Weitere Vorteile der LED-beleuchtung ist eine zielgerichtete Ausleuchtung der Straßen, Gehwege und Plätze, wo durch außerdem auch überflüssigen Lichtemissionen vermieden werden,  sowie die  Verringerung des Insektenanflugs, da die Leuchtdioden nicht in dem für nachtaktive Insekten besonders anlockenden Spektralbereich leuchten.

Nahwärme

Eine Wärmeversorgung durch ein Nahwärmenetz, welches durch ein BHKW gespeist wird, bietet vielzählige Vorteile. Eine davon ist die effiziente Energiebereitstellung wie -verteilung und die damit verbundenen CO₂- Einsparungen.

Im Neubaugebiet Stümpfenweg II, haben die Stadtwerke Gießen im Jahr 2015 ein Nahwärmenetz von 480 Meter gebaut, welches bis zu 37 Neubauten mit Wärme versorgen kann. Gespeist wird das Wärmenetz von einer Heizzentrale, bestehend aus zwei Erdgaskesseln mit 600 Kilowatt (kW) Leistung und einem Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 40 kW thermischer Leistung. Das BHWK verfügt zudem über eine elektrische Leistung von 19 kW. Insgesamt erzeugt die Anlage rund 290.000 Kilowattstunden (kWh) Wärme und etwa 120.000 kWh Strom.

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