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Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“: Stadtrundgang zum Verkehrs- und Parkraumbewirtschaftungskonzept

Dabei wurden sie von den Verkehrsplanern der LK Argus aus Kassel über die Ergebnisse der Studie zu Verkehr und Parkplätzen und mögliche Veränderungen im Fördergebiet Hungen-Kernstadt informiert und konnten zu den Konzepten Fragen und Kritik äußern. „Das war ein interessanter, offener Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Auf diese Weise können wir möglichst viele Bedürfnisse von Autofahrern, Radfahrern, Fußgängern, Anwohnern und Gewerbetreibenden berücksichtigen und Akzeptanz für die vorgesehenen Maßnahmen schaffen“, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch. Die Planer sahen vor allem in der Verkehrsentlastung, Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit im Stadtkern wesentliche Ziele der umzusetzenden Konzepte, beispielsweise durch ein Verkehrsleitsystem für Lkw oder durch die Schaffung eines verkehrlich attraktiven Angebotes für Fahrrad- oder E-Bike-Fahrer. Die Planer untersuchten dazu in einem ersten Schritt das Verkehrsaufkommen, die Parkraumsituation sowie die vorhandenen Wege für Fußgänger und Radfahrer, um dann Maßnahmen im Rahmen des Stadtrundgangs vorzustellen.

Erste Station des Rundgangs war die Ladestraße, die im Rahmen der Städtebaufördermaßnahme verkehrlich und gestalterisch neu organisiert werden soll. Für diesen Bereich empfehlen die Verkehrsplaner, den Straßenraum beidseitig mit Gehwegen auszustatten und weitere Stellplätze für Pkw anzulegen. Ebenso soll die fußläufige Erreichbarkeit von der Gießener Straße und der Kaiserstraße aus durch die mögliche Schaffung von Querverbindungen gestärkt werden.

Weiter ging es entlang der Gießener Straße und der Kaiserstraße. Für diesen Straßenraum wurden von den Fachplanern alternative Konzepte zur Neuorganisation des Straßenraums vorgestellt. Die alternativen Betrachtungen berücksichtigen dabei jeweils die Bedürfnisse der einzelnen Verkehrsteilnehmer, so z. B. durch Verbreiterung der Gehwegflächen, durch die Anlage von Schutzstreifen für Radfahrer oder durch die räumliche Zonierung von Pkw-Stellplätzen.

Letzte Station des Stadtspaziergangs war die Friedberger Straße. Auch hier kann aus Sicht der Verkehrsplaner eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssituation unter anderem durch die Schaffung von Querungshilfen für Fußgänger sowie durch die Herstellung von Flächen für Radfahrer geschaffen werden. Weiterhin empfehlen die Planer hier die Herstellung barrierefreier Bushaltestellen sowie ein räumlich gegliedertes Angebot von Pkw-Stellplätzen.

Die teilweise durchaus kritische, aber sachliche Diskussion vor Ort machte deutlich, dass insbesondere die verkehrliche Situation im Fördergebiet von großem öffentlichen Interesse ist. Daher werden die auf der Verkehrsstudie aufbauenden Planungen der nächsten Jahre auch weiterhin unter großer Bürgerbeteiligung stattfinden. Aktuelle Informationen und optische Eindrücke zum Stadtumbau finden Interessierte auf dem Youtube-Kanal der Stadt Hungen (https://www.youtube.com/channel/UCQ0zGgQ9JxaG5E04sjWupOw).