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Neubaugebiet Hungen West: Ergebnisse der Bürgerbefragung

Bürgerinnen und Bürger setzen Prioritäten

Die Bürgerbefragung zum geplanten Neubaugebiet Hungen-West ist abgeschlossen. Die Bürgerinnen und Bürger konnten in den Kategorien Wohnen, Freizeit und Erholung, Einzelhandel und Versorgung, Bildung und Soziales, Verkehr und Mobilität sowie Umwelt, Energie und Klimaschutz ihre Meinung durch Auswahl vorgegebener Antwortmöglichkeiten schriftlich mitteilen. „Wir wollten die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbinden und werden die Ergebnisse nun in den Planungsprozess einfließen lassen“, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch.

Wichtig ist den teilnehmenden Bürgern ein Angebot vielfältiger Wohnformen. Hier liegt das Augenmerk auf besonderen Wohnformen, wie altersgerechtem Wohnen oder Mehrgenerationenhäusern. Ein weiterer Interessenschwerpunkt ist der Bau von Einfamilienhäusern.

Eine große Mehrheit der Befragten von bis zu 80 Prozent spricht sich für die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen aus. Spielplätze, ein Generationenpark und öffentliche Grünflächen stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Große Einigkeit herrscht auch beim Thema Nahversorgung. Zwei Drittel der antwortenden Bürger erachten ein Nahversorgungsangebot als wichtig. 71 Prozent wünschen sich einen Bäcker. Weiterhin halten 59 Prozent eine ärztliche Versorgung im Gebiet für wichtig und 48 Prozent plädieren für die Einrichtung eines gastronomischen Angebots.

Im Bereich Bildung und Soziales setzen die Bürger klare Prioritäten. 76 bzw. 79 Prozent halten die Einrichtung einer Kindertagesstätte und einer Pflegeinfrastruktur für wichtig. Die Einrichtung eines Stadtteilzentrums oder von Kultureinrichtungen befürworten dagegen nur 24 bzw. 34 Prozent.

Eine sehr große Mehrheit der antwortenden Bürger spricht sich für eine barrierefreie Mobilität (90 Prozent) und für durchgehende Rad- und Fußwege (97 Prozent) aus. Auch die gute Erreichbarkeit des Bahnhofs und der Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für 80 Prozent ein Muss. Die Reduzierung des PKW-Verkehrs ist zwar für 68 Prozent ein wichtiges Anliegen, gleichzeitig sprechen sich aber auch über 60 Prozent für öffentliche Parkplätze auf den Straßen und eine PKW-freundliche Anbindung des Gebiets an das umgebene Straßennetz aus.

Die Grünflächen sollen naturnah gestaltet (80 Prozent) und die öffentlichen Verkehrsflächen begrünt werden (57 Prozent). Drei Viertel erwarten auch die besondere Berücksichtigung des Artenschutzes. Mehr als 80 Prozent sprechen sich gegen private „Steingärten“ aus. Circa zwei Drittel betonen die Wichtigkeit der Verpflichtung zur Nutzung des Niederschlagswassers, einer zentralisierten Wärmeversorgung und von energetisch optimierten Bauformen.

An der Befragung nahmen 128 Bürgerinnen und Bürger teil.

Hier die Ergebnisse der Bürgerbefragung in Diagrammen.

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