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Klimaneutraler Strom von der Halde: Solarpark Trais-Horloff beschert der Stadt Hungen hohe Gewinne

Stadtwerke Hungen betreiben seit zehn Jahren Solarpark in Trais-Horloff

Die Zahlen sind beeindruckend: 12.672 Solarmodule auf der Halde in Trais-Horloff erzeugen ca. 3 Millionen Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Damit werden jährlich rund 800 Haushalte mit klimaneutralen Strom versorgt und durchschnittlich 1.700 Tonnen CO2 eingespart. „Mit der Errichtung und dem Betrieb des Solarparks hat die Stadt Hungen einen großer Beitrag für den Klimaschutz geleistet. Wir wollen diesen Weg weitergehen und prüfen, ob die Installation weiterer Photovoltaikanlagen zum Beispiel auf dem Dach der Stadthalle möglich ist“, erklärt Bürgermeister Rainer Wengorsch. Sechs Solaranlagen auf Dächern städtischer Gebäude und Hochbehältern sind bereits in den letzten Jahren dazu gekommen. Bei den neuen Anlagen lohnt sich vor allem der Eigenverbrauch des produzierten Ökostroms, da die heutige, garantierte Einspeisevergütung für Ökostrom deutlich niedriger liegt als bei der Inbetriebnahme des Solarparks.

Der Solarpark Trais-Horloff wird seit Dezember 2009 von den Stadtwerken in Eigenregie betrieben. Seitdem produzierte die Anlage über 30 Millionen kWh und erzielte einen finanziellen Gewinn von etwa 2 Millionen Euro, der über Gewinnausschüttungen der Stadtwerke auch der Stadtkasse zu Gute kam. Durch die frühe Inbetriebnahme erhält die Stadt eine relativ hohe Einspeisevergütung von über 30 Cent je Kilowattstunde Ökostrom. Das ist mehr als doppel so viel wie gegenwärtig entstandene Anlagen bekommen. „Die Einnahmen aus dem Solarpark haben zur Haushaltssanierung beigetragen und auch die Gegenfinanzierung der Abschaffung der Straßenbeiträge zum Teil ermöglicht“, stellt Bürgermeister Rainer Wengorsch fest. Den kommunalen Schutzschirm habe man entgegen mancher Darstellung allerdings trotzdem noch nicht verlassen. Es fehlten noch die geprüften und testierten Jahresabschlüsse, so Wengorsch weiter.

„Die Grundsatzentscheidung zur Einrichtung des Solarparks war politischer Konsens und es war rückblickend eine sehr gute Entscheidung für Hungen. Nur gegen den Eigenbetrieb des Solarparks durch die Stadtwerke gab es 2009, auch wegen der damaligen Haushaltslage, Vorbehalte, die aber nachfolgend schnell ausgeräumt wurden“, sagt Bürgermeister Rainer Wegorsch zur damaligen Diskussion.  

In den letzten Jahren hat sich Hungen auf den Weg gemacht, eine „Klimakommune“ zu werden. Eine Klimaschutzmanagerin koordiniert die Klimaschutzmaßnahmen. Zu den städtischen  Liegenschaften und der Trinkwasserversorgung wurden Klimaschutzkonzepte erstellt und die energetische Sanierung der städtischen Immobilien schreitet weiter voran. Die Elektromobilität wurde mit der Installation von Ladesäulen im Stadtgebiet gefördert. Außerdem hat der städtische Bauhof gerade sein zweites Elektrofahrzeug in Betrieb genommen. „Auch im Jahr 2020 haben wir diverse Klimaschutzprojekte vor. Dazu gehören zum Beispiel die energetische Sanierung der Beleuchtung der Stadthalle und die energetische Sanierung der Feuerwehr Hungen“, so Bürgermeister Rainer Wengorsch abschließend.  

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