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Hunde sind während der Brut- und Setzzeit (15. Februar bis 15. Juni) im Offenland anzuleinen

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder vor, dass unbedachte Hundehalter/innen ihre vierbeinigen Begleiter in der Brut- und Setzzeit auch in sensiblen Gebieten, d.h. in der weitläufigen Aue und größeren, extensiv genutzten Grünland-Arealen, frei herumlaufen lassen.

Sowohl Brutvögel als auch die Jungtiere, zum Beispiel Rehkitze, werden oft durch freilaufende Hunde aufgeschreckt, was unter anderem zur Nestflucht und zum Verhungern der Jungtiere führen kann.

Bürgermeister Wengorsch bittet alle Hundehalter/innen ihre Hunde anzuleinen und damit Rücksicht auf die Natur zu nehmen.

In diesem Zusammenhang wird die Bevölkerung auch gebeten, junge Wildtiere weder aufzunehmen noch zu anzufassen, da die Elterntiere dann meist die Aufzucht und Pflege abbrechen.

Eine generelle Leinenpflicht während der Brut-und Setzzeit gilt in Hessen jedoch nicht. Eine Leinenpflicht besteht lediglich bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf von den Gemeinden zu bestimmenden, der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Grundstücken, insbesondere Park-, Garten- und Grünanlagen sowie Fußgängerzonen oder Teilen davon und in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Bei Zuwiderhandlungen werden im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegebenenfalls Bußgelder verhängt.

Allerdings bitten wir alle Hundebesitzer auf wildlebende Tiere Rücksicht zu nehmen und die Tiere beim Brüten oder bei der Aufzucht ihrer Jungen möglichst wenig zu stören. So hinterlässt beispielsweise jeder Hund einen Geruch, der noch bis zu einer Woche von Vögeln wahrnehmbar ist. Der entsprechende Bereich wird dann gemieden und die Brut gegebenenfalls vernachlässigt oder verlassen.

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