Bauliche Entwicklung

Die Stadt Hungen besitzt im Flächennutzungsplan ausgewiesene gewerbliche Bauflächen; in der Kernstadt und den Stadtteilen Villingen und Inheiden-Trais Horloff mit geplanten Erweiterungen.
Hungen ist zusammen mit Lich raumordnerisch als wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt zu sehen, denn es bieten sich für diese Region diesbezüglich viel versprechende Chancen. Dies ist auch daran zu sehen, dass in der Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsplanes Mittelhessen eine Aufstufung zum Mittelzentrum mit gegenseitiger Funktionsergänzung angeregt ist.

Es ist davon auszugehen, dass die Gewerbefläche im Rhein-Main-Gebiet in baldiger Zukunft der weiteren wirtschaftlichen Expansion nicht mehr gerecht werden kann. In Kürze werden auch die derzeit noch vorhandenen Reserveflächen in Anspruch genommen sein. Deshalb ist die aktuell zur Diskussion stehende Flächenvorsorge für Gewerbe und Industrie in und um Hungen ein wesentlicher Faktor für die mögliche Partizipation an einem Überschwappeffekt von Einwohnern und Arbeitsplätzen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wie stark sich der sogenannte Überschwappeffekt auswirken und diese Region von ihm profitieren wird, hängt davon ab, inwieweit hier konkurrenzfähige Alternativflächen angeboten werden. Prädestiniert sind dafür insbesondere die Flächen, die in verkehrsgünstiger Lage am Südrand des Regierungsbezirks beziehungsweise entlang der BAB 5 etabliert werden können. Um sich auf die zukünftigen Entwicklungen einzustellen, um die darin enthaltenen Chancen zu nutzen, ist eine frühzeitige Gewerbeflächen-Vorsorge (insbesondere bezogen auf die schnellen Entscheidungen von Investoren im Hinblick auf bereitstehende Gewerbeparks) erforderlich. Die Aufgabe der gewerblichen Flächenvorsorgepolitik ist es, ,,den Anforderungen einerseits für Neuansiedlungsvorhaben, andererseits für die bestehenden Betriebe gerecht zu werden" (ROG, Seite 110).
Günstige Ansiedlungsvoraussetzungen

Günstige Ansiedlungsvoraussetzungen machen die Stadt Hungen zum attraktiven Standort für Arbeitskräfte und deren Familien:

* Wohnflächen können kurzfristig in genügendem Umfang zur Verfügung gestellt werden
* soziale, kulturelle und technische Infrastruktur ist vorhanden
* gute "weiche" Standortfaktoren (Image, Wohnwert, Freizeitwert, intakte Umwelt)

Attraktive Randlage

Die Entwicklungschancen der Stadt liegen aber vor allem auch in ihrer Randlage, bezogen auf die naturräumlichen Einheiten Vogelsberg / Wetterau und die hieraus abzuleitende Entwicklungsrichtung entlang der Entwicklungsachse Hungen - Friedberg. Hierdurch ist insbesondere in dieser Region eine Partizipation an dem "Überschwappeffekt" aus dem Rhein-Main-Gebiet zu erwarten.
Gute Verkehrsanbindung

Eine wesentliche Aufwertung und Verbesserung der Verkehrslage erhielt die Stadt mit dem Ausbau des Autobahnnetzes. Zu der bereits seit einigen Jahrzehnten bestehenden Autobahn A 5 von Frankfurt nach Kassel (Abfahrten Fernwald / Steinbach nach Hungen) kam 1978 die Autobahn A 45 von Hanau nach Dortmund, die südwestlich von Berstadt die Abfahrt nach Hungen ermöglicht, am Gambacher Kreuz den Anschluss an die A 5 herstellt und bei Linden in einem Abzweig Gießen erreicht.

Wichtige Bundesstraßen:

* B 457 von Gießen über Hungen nach Nidda-Büdingen
* B 489 Friedberg - Hungen