Solarpark Trais-Horloff

An Weihnachten 2009 ging im Hungener Stadtteil Trais-Horloff auf der sogenannten Halde der größte kommunale Solarpark Hessens ans Netz. Die Stadt Hungen konnte damit eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien einnehmen. Nach nur etwas mehr als zwei Monaten Bauzeit konnte eines der ambitioniertesten Projekte der Stadt erfolgreich abgeschlossen werden. Die Leistung der Freiflächenanlage beläuft sich auf ca. 2,9 MW, womit der durchschnittliche Strombedarf von etwa 800 Haushalten gedeckt werden kann. Jährlich werden durch den Solarpark ca. 1.900  Tonnen CO₂ eingespart. In den Jahren nach der Inbetriebnahme wurde der prognostizierte Ertragswert sogar deutlich überschritten. So konnten teilweise jährlich über 3,0 Mio. kWh in das Netz der OVAG eingespeist werden.

Bevor die sogenannte Halde in Trais-Horloff als Standort ausgewählt wurde, wurden verschiedene Freiflächenstandorte auf ihre Eignung hin überprüft. Ziel der Überprüfung war es, den Standort zu identifizieren, welcher eine möglichst umfangreiche Nutzung der Sonnenenergie gewährleistet. Die „Halde“ im Stadtteil Trais-Horloff konnte bei der Überprüfung mit sehr guten Ausgangsbedingungen für die Errichtung eines großflächigen Solarparks punkten.

Vor Errichtung des Solarparks hatte die Stadtverordnetenversammlung im Oktober 2008 beschlossen, dass die Stromerzeugung mit Photovoltaik zukünftig als neuer Betriebszweig in den Eigenbetrieb „Stadtwerke Hungen“ eingegliedert wird. Der Betrieb des Solarparks als Zweig der Stadtwerke Hungen hat sich trotz der hohen Investitionssumme von rund 7,5 Mio. € (netto) bezahlt gemacht und dient mit seinen jährlichen Überschüssen unter anderem auch zur Sanierung des städtischen Haushaltes.