Klimaschutzteilkonzept Trinkwasserversorgung

Wegen steigernder Energiepreise gewinnt auch die energetische Optimierung von Trinkwasserversorgungsanlagen an Bedeutung. Denn neben der Abwasserreinigung ist die Trinkwasserversorgung einer der Hauptenergieverbraucher kommunaler Einrichtungen. Zahlreiche Wasserwerke im ländlichen Raum sind mittelfristig sanierungsbedürftig. Aufgrund der Komplexität sollen Überlegungen zu anstehenden Sanierungsmaßnahmen und Überlegungen zur Energieoptimierung miteinander verknüpft werden. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2015 eine energetische Analyse der Trinkwasserversorgungsanlagen der Stadt Hungen in Auftrag gegeben. Die Erstellung des Konzeptes wurde zu 70% vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Der Untersuchungsumfang umfasste die Aufnahme des Ist-Zustands, Überprüfung der Energie und CO₂-Bilanz, eine Potentialanalyse sowie die Aufstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Effizienzsteigerung. Die Untersuchung des Einsatzes von Photovoltaik zur Eigenstromversorgung wurde im Rahmen der Studie ebenfalls durchgeführt. Das Ziel ist, eine hohe Eigennutzung des Stroms zu generieren, um dadurch die Strombezugskosten zu reduzieren.

Die Studie hat gezeigt, dass im Bereich der Trinkwasserversorgung das Potential besteht 36.359 kg CO₂ und 20.006 Euro im Jahr einzusparen. Dafür müssten rund 140.000 Euro in die Anlagen investiert werden. Die Amortisationszeit würde demnach etwa 7 Jahren betragen.