


Ältestes Fachwerkrathaus des Kreises Gießen

Der artesische Brunnen im Stadtteil Obbornhofen
Bereits im Jahre 767 wurde Obbornhofen erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche, das älteste Fachwerkrathaus in unserer Region und zahlreiche weitere historische Gebäude sind Zeugen eines ehemals regen Dorflebens. Anläßlich der im Jahre 1967 durchgeführten 1200-Jahrfeier wurde der Grundstein für das vom Heimatverein aufgebaute und betreute Heimatmuseum gelegt. Dieses Kleinod gewährt einen hervorragenden Einblick in das Leben und Treiben in früherer Zeit.
Die "Obbornquelle" in Obbornhofen
Obbornhofen, der südlichst gelegene Stadtteil von Hungen, hat seinen Namen von einer Quelle, die es erst ermöglichte, hier zu siedeln. Das geschah vor mittlerweile weit über 1200 Jahren. Zumindest wurde Obbornhofen 767 erstmals im Lorscher Codex erwähnt.
Der artesische Brunnen des Dorfes fördert seit ewigen Zeiten nun sein kristallklares Wasser ununterbrochen und reichlich. Er hat eine Kapazität von ca. 450.000 m3 pro Jahr, und wurde seit vielen Jahren wegen überhöhtem Nitratgehalt nicht mehr als Trinkwasser genutzt. Um das Wasser wenigsten anderweitig zu nutzen hat sich eine kleine Gruppe Obbornhofener Bürger darum bemüht, aus einer verkommenen und fast vergessenen Ecke des Dorfes einen attraktiven Platz mit Wasserspielen zu gestalten, der es wieder wert war, in den Blickpunkt der Gemeinde zu rücken.
Eine terassenförmig angelegte, kleine Wasserlandschaft lädt hier zum Verweilen, Spielen und Entspannen ein.
Das Besondere dieser Anlage ist sicher ihre Entstehung.
Ein vergammelter Löschteich war die Ausgangsbasis. Dieser unhaltbare Zustand in unmittelbarer Nachbarschaft eines Spielplatzes bewog die Elternschaft, eine Sicherung durch die Stadt zu fordern, die dieser Forderung auch umgehend nachkam. So wurde ein weißer Zaun um das Becken errichtet, der das ganze noch schlimmer erscheinen ließ.
So kam es zu der Idee eines Bürgers, aus dieser Ecke im ältesten Ortsteil Obbornhofens etwas interessantes zu gestalten. Ein Modell wurde entworfen, die Trommel gerührt, das Vorhaben an einem Umwelttag der Öffentlichkeit vorgestellt und somit Interesse geweckt. Einige Bürger schlossen sich der "Obborn-Initiative" an. Die Stadt Hungen konnte gewonnen werden die Materialkosten für die Umsetzung bereitzustellen; und so wurde in privater Eigeninitiative über einen Zeitraum von über 2 Jahren und ungezählten Arbeitsstunden das alte Löschteichbecken abgerissen und eine attraktive Wasserlandschaft gestaltet die gerne von den Kindern und auch als Kneippbecken genutzt wird. Zwei Löwenköpfe, die ebenfall in künstlerischer Eigenleistung gestaltet wurden, sorgen für den stetigen Wasserzufluss des klaren, kalten Obbornwassers.