


Der Name dieses Stadtteils erscheint erstmals im Jahre 769 in der althochdeutschen Form "Baldratesheim". Grabhügel aus der Bronzezeit sind in der Flur "Hartfrost" im Nordwesten von Bellersheim heute noch zu sehen.
Bellersheim, das im Mittelalter von einem Graben umgeben war, besaß nachgewiesenermaßen eine Burg aus dem 12. Jahrhundert und im 13. Jahrhundert eine eigene Pfarrei. Mehrere adelige Familien hatten dort ihren Sitz, ein Gericht war vorhanden und die damals zu Nutzung des Waldes gegründete "Markgenossenschaft" besteht heute noch. Die Ritter von Bellersheim erbauten insgesamt drei Burgen, von denen die Ober- und die Mittelburg sogenannte "Wasserburgen" waren.
Im Jahre 1813 wurde die jetzige Kirche neu errichtet und in jüngster Zeit renoviert. Nach Beendigung der Förderarbeiten im Braunkohle-Tagebau entstand im Laufe der Zeit eine große Wasserfläche, die heute gemeinsam mit den anderen ehemaligen "Baggerlöchern" das Bild der Landschaft am nördlichen Rand der Wetterau prägt.