Nutzung von "KraftWärme- Kopplung"

Im Rahmen der energetischen Gebäudesanierung wurde auch die Nutzung von "Kraft-Wärme-Kopplung" (KWK) geprüft und teilweise realisiert.

Durch den Umbau des Heizungssystems bei einer Gebäudesanierung und den Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) mit einem innovativen Betriebskonzept kann erreicht werden, dass die Maßnahme für den Gebäudeeigentümer längerfristig gesehen kostenneutral erfolgt.
Sanierungsarbeiten am Gebäude werden durch den lukrativen Betrieb eines Blockheizkraftwerks refinanziert.

Die Nutzung von KWK macht die gleichzeitige Erzeugung sowohl thermischer Energie als auch elektrischer oder mechanischer Energie in einem Prozess möglich. Ein BHKW produziert, im Gegensatz zur Heizung, nicht nur Wärme, sondern auch Strom.

Dieser Strom muss nicht mehr in einem fern gelegenen Kraftwerk erzeugt werden. Ein BHKW kann am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben werden. Das Prinzip der Erzeugung von Kraft (Strom) und Wärme an einem Ort wird als Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet.

EnergieeinÜberwiegend besteht ein BHKW heute aus einem Auto-, Lkw- oder Schiffsmotor, welcher
einen Generator antreibt. Die hierbei entstehende Abwärme wird dann über einen Wärmetauscher an das Heizsystem weiter geleitet. Die meisten dieser Anlagen werden heute mit Erdgas betrieben.

Ein BHKW setzt sich aus folgenden Hauptelementen zusammen

  • Verbrennungsmotor
  • Generator zur Stromerzeugung
  • Wärmetauschersysteme zur Rückgewinnung der Wärmeenergie aus Motorabwärme, Ölkreislauf und Abgas
  • Regeleinheit zur Überwachung, Regelung und Steuerung der SACHS-HKA
  • Kapselung: Die Kapselung trägt zur Schall- und Wärmedämmung bei.

Zielsetzung ist im Wesentlichen der geringere Primärenergieeinsatz, sprich die Einsparung von fossilen Brennstoffen sowie geringere C02-Emissionen. Hier liegen die Vorteile der gemeinsamen Erzeugung von Wärme und Strom (KWK) in einem mit Erdgas betriebenen BHKW gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme.

Das BHKW hat im Vergleich zu herkömmlichen Großkraftwerken den Vorteil eines wesentlich höheren Gesamtwirkungsgrades (70-90%), da bei dezentraler Strom und Wärmeversorgung beide Energiearten gleichzeitig über einen langen Zeitraum eines Jahres genutzt werden können.

Bei Großkraftwerken ist dies in den meisten Fällen nicht möglich, da sie aus Verbraucher- und Umweltschutzgründen fernab von Stadtzentren errichtet werden.

Durch gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme durch BHKW-Anlagen können wesentliche Einsparungen beim Primärenergieverbrauch erzielt werden (bis zu 40%).

Mit kleinen Blockheizkraftwerken kann das Anwendungspotenzial der dezentralen, gekoppelten Strom- und Wärmeversorgung beträchtlich erweitert werden.

So wurde beispielhaft im Rahmen der Modernisierung des Rathauses diese neue Technik umgesetzt. Seit September 2010 wird im Rathaus eine KWK-Anlage mit einer Einspeiseleistung von 4,7 kW betrieben.