Magistrat der Stadt Hungen
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Umwelt- und Naturschutz der Stadt Hungen

In der Stadt Hungen werden der Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz wie auch die
Bemühungen zum Schutze des Klimas als eine Querschnittsaufgabe wahrgenommen.
Von besonderer Bedeutung bei der Realisierung von vielen Umweltmaßnahmen ist die tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, sowie Naturschutzgruppen und
Obst- und Gartenbauvereine der Stadt Hungen zu erwähnen.

So vielfältig sich die Umweltzerstörung global auswirkt, so findet sie doch stets dort statt,
wo sich etwas bewegt, wo produziert, transportiert und verkauft, gebaut, geheizt und gekocht wird, wo Rohstoffe verarbeitet, Energie verbraucht, Verkehrssysteme und Wohnreformen entwickelt werden.

Das Umweltamt der Stadt Hungen hat 2 interessante Projekte zum Thema:
„Klimawandel, Klimaschutz und Nutzung erneuerbarer Energien“ sowie
„Energieeinsparung und Energiemonitoring der öffentlichen Liegenschaften der Stadt Hungen für die Jahre 2005, 2006 und 2007“ und die „Gründung des Energiebeirates in Hungen“ in den Jahren 2008 und 2009 vorbereitet und erfolgreich realisiert.
Hiermit hat die Stadt Hungen auf die weltweit aktuelle und politische Diskussion
„Klimaschutz und Klimawandel“ als eine der ersten Kommunen des Landkreises Gießen
reagiert und gleichzeitig im Rahmen der „Lokalen Agenda in Hungen“ 2 große Projekte
durchgeführt.

Durch die kontinuierliche Verbesserung im Bereich der Haustechnik und regelmäßige Modernisierungsmaßnahmen wie z.B. Optimierung der Regelung- und Steuerungsanlagen,
die Erneuerung der Heizungsanlagen umfassende energetische Sanierungen wurden z.B. in
der Stadthalle im Jahre 2006 ca. 28% des Energieverbrauches eingespart. Von 1999 bis
2007 wurden insgesamt 12 alte Heizungsanlagen in den städtischen Immobilien ausgetauscht bzw. saniert, so dass der Verbrauch rückgängig ist, obwohl die Energiepreise steigen.

Im Bereich der Photovoltaik wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass
das Betreiben von Photovoltaikanlagen zukünftig als neuer Betriebszweig in den Eigenbetrieb
„Stadtwerke Hungen“ eingegliedert wird. Hierbei sollen ausgewählte Dachflächen von städtischen Liegenschaften der Stadt Hungen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen an die
Stadtwerke Hungen vermietet werden. Durch ein Ingenieurbüro wurden in diesem Zusammenhang bereits erste städtische Liegenschaften mit ihren Dachflächen auf eine entsprechende Eignung zur Installation von Photovoltaikanlagen überprüft. Die erste Umse-tzung ist schnellst möglich geplant.

Auch das Projekt Solarpark Trais-Horloff auf der sogenannten „Halde“ konnte nach Vorlage der Machbarkeitsstudie weiter entwickelt werden.

Ein Pilotprojekt zur solaren Wassererwärmung wurde im Freibad Hungen umgesetzt.
So wurde eine Absorberanlage (Solaranlage), die die Wassertemperatur der Becken um
2-4 Grad erhöht, auf den Dächern des Freibades Hungen errichtet.

Umwelttag und Übergabe der Umweltpreise der Stadt Hungen mit der Verbindung einer Öko-Messe in der Stadthalle der Stadt Hungen

Die Stadt Hungen hat schon einige Umwelttage in der Vergangenheit durchgefürt.
Diese Veranstaltungen haben zwischenzeitlich eine so große Resonanz und eine weit über die Grenzen der Stadt Hungen also überregionale Bedeutung erreicht.

Die Umwelttage locken an einem Wochenende zwischen 3000 bis 5000 Besucher/innen
aus verschiedenen Kreisen des Landes Hessen nach Hungen.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat die Stadt Hungen am 19. Oktober 2008 und erstmalig auch am 20.Oktober 2008 den 13. Umwelttag in der Stadthalle unter dem Motto: „Unser Wald – Lebensraum oder Wirtschaftsfaktor?“ durchgeführt.

Es war ein überraschendes Bild für jeden Besucher, der in die Stadthalle kam und plötzlich
vor einer Waldszene stand. Die Hungener Nabu-Vereine hatten zum 13. Umwelttag auf der
Bühne einen herbstlichen Wald mit seinen Tieren entstehen lassen. In der Halle selbst fand
man eine Vielfalt an Ständen und Schautafeln, an denen sich die Besucher über die unter-
schiedlichsten Themen von Naturkost bis zur Biogasanlage, vom sanften Tourismus bis zur
Landwirtschaft als Energiewirtschaft informieren lassen konnten. Die Ausstellung zeigte ein
großes Spektrum, wo Natur und Wirtschaft sich tangieren. Vor allem die Energie war ein
Thema von diversen Hungener Firmen der Bauindustrie, das bis hin zu einem Vortrag über
„Energieeinsparung durch Sanierungsmaßnahmen im Familienhaus und Unterstützungs-programme der Bundesregierung“ reichte. Zu den Ausstellern gehörten die Obst- und Gartenbauvereine, Holzbau und Zimmereien, Malerfachbetriebe und die Bauweise eines Niedrigenergiehaus.

Eine Ausstellung hatte das Hessische Wirtschaftsministerium zum Thema Solarenergie, Heizen und Erwärmen mitgebracht. Das Bundesamt für Naturschutz war zum Thema Biodiversität vertreten. Frau Kotschenreuter, Forstliche Bioenergieberaterin des Landkreises
Gießen, gab am großen Stand vom Hessenforst und Holz- und Technikmuseum Informationen zur Brennholzlagerung, zum Betreiben von Holzfeuerungsanlagen und mithin zur Minderung von Feinstaub. Das Hessische Umweltministerium ging auf die Bedeutung des Waldes ein.